Dimbacher Buntsandstein Höhenweg - GEOpfad mit 12 Informationstafeln

Die Tour ist sowohl landschaftlich als auch geologisch herausragend und auch die sportliche Seite kommt nicht zu kurz.

Zahllose Aussichtspunkte auf die herrliche Landschaft bis teilweise weit in die Vorderpfalz hinein (vom Rötzenberg und Immersberg), die Reichsfeste Burg Trifels oder in den Tälern liegende Ortschaften lohnen immer wieder inne und Ausschau zu halten.

Wer sich für die Geologie des Buntsandsteins interessiert, kommt bei dieser Tour mit Sicherheit auf seine Kosten. Alle möglichen Formationen, Schichtungen, Färbungen, bizarre Gebilde und Launen der Natur sind zu bewundern.

Auf dem Immersberg befindet sich der erste GPS-Referenzpunkt im Pfälzerwald.

Da bei der Tour drei Aufstiege zu bewältigen sind, bedarf es schon einer gewissen Kondition; ebenfalls ist etwas Trittsicherheit gefordert, da die Wanderung weitgehend über schmale Pfade führt; nur einige kurze Wegstrecken verlaufen auf breiten, geschotterten Forstwegen. Auf dieser Tour sind wir "Waldläufer" und genießen die weichen Pfade.

Schwierigkeit
mittel
Strecke
9,0 km
Dauer
3:09 h
Aufstieg
469 m
Abstieg
469 m
Start
Wanderparkplatz am Ortseingang von Dimbach; PKW - Navigation: Hauptstraße 76848 Dimbach
Ziel
Wanderparkplatz am Ortseingang von Dimbach; PKW - Navigation: Hauptstraße, 76848 Dimbach

Wegverlauf


Wegbeschreibung


Dimbacher Buntsandstein Höhenweg - jetzt mit noch attraktiverer Wegführung ab dem Immersberg

Nicht nur für Gesteinskenner ist dieser Rundwanderweg ein Fest für die Sinne. Auch weniger Fachkundige kommen auf ihre Kosten: Bunte, bizarre Felsformationen säumen die etwa zehn Kilometer lange Wanderstrecke, die größtenteils über die Hochebenen rund um das Dörfchen Dimbach führt. Wie eine Komposition aus mehreren Akten offenbart sich der Höhenweg, ganz gleich, aus welcher Richtung man startet. Auf der Höhe angekommen windet sich der Weg kilometerlang um riesige Felsmassive herum. Wer nicht unter Höhenangst leidet hat reichlich Gelegenheit, so manchen Felsen über schmale Pfade zu erklimmen und von dort aus einmalige Fernsichten zu genießen. Es ist äußerst empfehlenswert die nähere Umgebung der Aussichtspunkte zu inspizieren, denn abzweigende schmale Pfade führen oftmals zu nahe gelegenen lauschigen Plätzchen mit versteckten Ausblicken. 

Nach ein paar sportlichen Höhenmetern erreicht man den ersten Aussichtspunkt des Höhenwegs: das Felsmassiv des Falkensteins. Nach einem Abstecher zum Kaftenstein – mit Aussicht auf das Dörfchen Dimbach – geht es weiter auf hoher Ebene, vorbei an beachtlichen Felsengebilden. Eine hübsche Marien-Gedenkstätte lädt auf dem Marsch zum Dimberg zu einer Andacht ein. Nach einer kurzen Kletterpartie präsentiert sich vom Gipfel des Dimbergs ein erhabener Blick auf das tief unten liegende Tal. Bei warmem, sonnigem Wetter ist man hier oben nicht alleine: Eidechsen wuseln herum und sonnen sich auf den Felsen. 

Wieder zurück auf dem Wanderweg steht das nächste Ziel an: der Rötzenberg mit dem mächtigen Rötzenfelsen. Unterwegs kommt man u.a. an den Isselmannsteinen vorbei. Eine gute Kondition ist für den Aufstieg zum Rötzenberg gefordert. Doch die Mühe lohnt sich: Auf dem Felsplateau, das zum Schutz der Wanderfalken von April bis Ende Juni für Wanderer und Kletterer gesperrt ist, genießt man eine grandiose Aussicht über die Pfälzer Berge. Hier kann man gemütlich eine Pause einlegen und sich für den Weitermarsch zum Kieungerfelsen stärken. Wer seinen Blick unterwegs auch auf die Gesteinsformationen lenkt, bemerkt die Veränderungen in den Farben und Strukturen des Sandsteins. Leuchtende Rot-Töne und verschieden farbige Gesteinsschichten prägen auf diesem lichtdurchfluteten Streckenabschnitt das Bild. Auf dem Kieungerfelsen angekommen wähnt man sich irgendwo im Süden Europas: Nadelbäume verströmen ihren süßlichen Duft, weicher Boden und flache Plateaus laden zur Ruhepause ein. Hier oben lässt man den Alltag hinter sich, genießt die Ruhe und lauscht den Geräuschen der Natur. 

Vom Kieungerfelsen aus schlängelt sich der Weg Richtung Häuselstein vorbei an riesigen, moosbewachsenen Steinen und Felsen, auf denen man teilweise etwas herumkraxeln kann. Dazwischen liegt der Horn-Gipfel, dessen Aufstieg erneut eine gute Kondition erfordert. Hat man auch den Immersberg hinter sich gelassen, lädt eine Sitzgruppe auf dem Häuselstein zur gemütlichen Rast mit Blick ins Tal ein. Von hier aus geht ein verschlungener Pfad ab, der zu einem stillen, lauschigen Plätzchen führt. 

Nun geht es wieder bergabwärts in Richtung Dimbach. Mit dem Keeshäwel, der letzten Felsenattraktion, endet schließlich die abenteuerliche und beeindruckende Tour auf dem Buntsandstein-Höhenweg. Jetzt sind es nur noch etwa zwei Kilometer zum Parkplatz vor Dimbach, dem Ausgangspunkt der etwa dreistündigen Wanderung. Wer den Höhenweg nicht ganz wandern, auf die beeindruckenden Höhepunkte aber nicht verzichten möchte, hat die Möglichkeit an der Schutzhütte des Pfälzerwaldvereins Gossersweiler – zwischen Rötzenberg und Kieungerfelsen – auf den Wanderweg mit dem blauen Kreuz zu wechseln, um auf kurzer Strecke wieder zurück nach Dimbach zu gelangen.

Text: Daniela Trauthwein

Ausblick in Richtung der Rheinebene gesehen vom Rötzenberg (Stephanie Ser)
Rötzenbergmassiv (Stephanie Ser)
Felskluft am Dimberg (Pfalz.Touristik_Ketz)
Wanderer auf dem Höhepunkt des Dimbergs (Pfalz.Touristik_Ketz)
Felskluft am Premiumwanderweg (Pfalz.Touristik_Ketz)
Stimmungsbild auf dem Premiumwanderweg (Pfalz.Touristik_Ketz)
Dimbach  (Stephanie Ser)
Felsformation mit Ausblick (Stephanie Ser)
Plätzl am Dreiländereck (Manfred Seibel)
Ausblick vom Rotzenberg  (Stephanie Ser)
Vorderer Dimberg (Sonja Spiess)
Blick auf die Burgruine Lindelbrunn (Stephanie Ser)
Ortsansicht Dimbach (Stephanie Ser)
Blick vom Rötzenberg in Richtung Rheinebene bei Dämmerung (Stephanie Ser)
Rastplatz "Dimbacher Eichen-Plätzl" (Manfred Seibel)

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