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Die Kreuzzüge

Die Kreuzzüge entstanden ursprünglich aus einer religiösen Bewegung, die das Vordringen des Islam in die westliche Welt stoppen und die Heilige Stadt Jerusalem für das Christentum zurück erobern sollte. Die Bewegung wurde aber mehr und mehr von politischen Machtinteressen gesteuert, sowohl von den Fürsten, Königen und Kaisern, als auch durch den Pabst. Das Rittertum spielte hier eine tragenden Rollen, da die Ziele der Kreuzzüge eng mit den Tugenden der Ritter verbunden waren. In der Mischung aus Idealen von Rittern und Mönchen entstanden in dieser Zeit verschiedene christliche Ritterorden wie z.B. die Malteser, die Templer und der Deutsche Orden. Am Ende waren die Kreuzzüge nicht erfolgreich, Jerusalem konnte nicht unter die Herrschaft der westlichen Welt gebracht werden und es waren viele Verluste zu beklagen. Als Folge der Kreuzzüge kam es aber zu einem Aufschwung des Orienthandels, von dem die Kaufleute auf beiden Seiten profitierten.

 


Die Kreuzzugbewegung kann als prägend für das Hochmittelalter gelten. Gemeinhin versteht man unter Kreuzzug, den die Zeitgenossen als „bewaffnete Pilgerfahrt“ bezeichneten, die Züge mitteleuropäischer Ritterheere nach Palästina, in das „Heilige Land“. Vorrangiges Ziel war die Sicherung von Jerusalem und den heiligen Stätten des Christentums und der Schutz der Pilgerwege.
Der erste Kreuzzug wurde initiiert durch eine Rede des Papstes Urban II. auf der Synode von Clermont. Der Papst berichtete von der Eroberung Jerusalems durch die Seldschuken und die dadurch entstandene Bedrohung der Pilgerwege. Unter dem Motto „Gott will es“ rief er den Adel auf, das Kreuz zu nehmen und Jerusalem zu befreien. 1096 setzte sich der Zug aus vornehmlich französischen Adeligen in Bewegung, die 1098 Jerusalem einnehmen konnte. In der Folgezeit entstanden einige Kreuzfahrerstaaten an der Levante, u.a. das Königreich Jerusalem und die Grafschaft Edessa. Diese wurde schon bald wieder von den Seldschuken zurückerobert, was den letztlich aber erfolglosen zweiten Kreuzzug auslöste (1147-1149).
Mit der Schlacht bei Hattin, bei dem das Heer des Königs von Jerusalem geschlagen und die Stadt eingenommen wurden, standen die Christen in Palästina vor der Vernichtung.
 

 


Der dritte Kreuzzug begann unter der Führung des  deutschen Kaiser Friedrich I., nach dessen Tod 1190 stand er unter der des englischen Königs Richard I. Löwenherz und Philipp II. August von Frankreich. Zwar konnte wichtige Stadt Akkon wurde rückerobert werden, zudem ein Streifen Land an der Küste, aber Jerusalem blieb in der Hand der Muslime. Richard erreicht durch Verhandlungen aber, dass Jerusalem für unbewaffnete Pilger wieder zugänglich wurde.
Der vierte Kreuzzug führte zur Eroberung und Plünderung des christlichen Konstantinopel. Der Stauferkaiser Friedrich II. setzte im fünften Kreuzzug (1228- 1229) mehr auf Verhandlungen denn auf militärische Aktionen und erreichte die Öffnung von Jerusalem für die Christen.
Letztlich wurde das Ziel einer Wiedereinrichtung der Kreuzfahrerstaaten wie im 12. Jahrhundert verfehlt. Mit der Eroberung von Akkon im Jahre 1291 endete die Präsenz der Kreuzfahrer im „Heiligen Land“.

Kreuzzüge fanden zwar weiter statt, führten aber nicht mehr an die Levanteküste. Versteht man unter „Kreuzzügen“ zuerst die sieben großen Kreuzzüge in das Heilige Land von 1196 bis 1270, so wurde der Begriff aber auch auf weitere Kriegszüge angewendet. Der Kampf gegen die Katharer und Albigenser, sog. „Ketzerkreuzzüge“, wurde ebenso als Kreuzzug bezeichnet wie die „Heidenkreuzzüge“ gegen die Pruzzen und Wenden im Zuge der Ostkolonisation. Selbst im Reich selbst fanden Kreuzzüge statt, etwa der des Bischofs von Bremen gegen die Stedinger Bauern im frühen 14. Jahrhundert, als diese sich gegen ihn erhoben hatten. Auch die Bekämpfung der Hussiten wurde im 15. Jahrhundert wurde mit dem Begriff in Verbindung gebracht. Selbst im Zweiten Weltkrieg wurde „Kreuzzug“ in der jeweiligen Propaganda der Kriegsparteien noch verwendet.

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