Kapsweyer

Die als Grenzlandgemeinde bekannte Ortsgemeinde

Kapsweyer mit ihren rund 1.000 Einwohnern liegt am westlichen Bienwaldrand mit

Blick auf den südlichen Haardtrand und dem Beginn der nördlichen Vogesen mit

dem vorgelagerten geschichtsträchtigen Geisberg, der schon zum elsässischen

Weißenburg gehört. Diese unmittelbare Grenzlage mit Frankreich am Flüßchen Wieslauter hat die

Geschichte des Ortes nachhaltig geprägt. Das einst mächtige Kloster Weißenburg

hat weitgehend die Ortsgeschichte mitgeprägt, die in einer 670-seitigen

Ortschronik 2014 festgehalten wurde.

Nach dem 2. Weltkrieg, der das Dorf zu 85% zerstörte, da es direkt vor dem

Westwall lag, kam es zu einem raschen Strukturwandel von einem Bauerndorf zu

einer Wohngemeinde, was etliche Neubaugebiete besonders unterstreichen.

 

Schon sehr früh wurde Kapsweyer an das Schienennetz angeschlossen (1855:

Maxbahn) und war und ist auch über die Straße immer gut zu erreichen. Auch wenn

der Bahnhof, der Jahrzehnte auch Grenzbahnhof war, 1968 abgerissen wurde, ist

Kapsweyer immer noch Bahnhaltepunkt mit guten Zugverbindungen Richtung

Landau/Mainz, Karlsruhe und Weißenburg/Straßburg.

 

Die gemeindlichen Zentren bilden das alte Schulhaus als Vereins-und Jugendtreff,

das Bürgerhaus mit Sitzungssaal, Bürgermeistersprechzimmer und öffentlicher

Bücherei, das Feuerwehrhaus, der kath. Kindergarten und die Südpfalzhalle mit

großem Saal und Gastwirtschaft.

 

 

Alle zwei Jahre, an den ungeraden Jahreszahlen, wird das mittlerweile

überregional bekannte Grenzlandfest gefeiert, dessen Angebote sich über das

ganze Dorf verteilen und in der Verleihung der Grenzlandmedaille durch den

Landkreis seinen ideellen Höhepunkt hat.

 

Die Gemeinde ist eingebettet in verschiedene Naturschutzgebiete und als

Ausgangs-oder Zielort schöner Wanderungen durch den Bahnhaltepunkt sehr

beliebt.

 

Blickpunkt ist die katholische St. Ulrichskirche und sehenswert sind hier u.a.

die Altarfresken. Auf dem Dorfplatz ist eine Bronzeplastik -der Sume-Brunnen- des

bekannten Künstlers Jürgen Görtz zu sehen. Die wenigen erhalten Fachwerkhäuser,

das älteste von 1704 in der Hauptstraße 24, sind ebenfalls sehenswert.

 

Gemeindepartnerschaften bestehen mit dem fränkischen Burgebrach (Bezug:

Evakuierung 1939 u.f.) sowie Krautergersheim/Elsaß (Bezug: Ortsname

Kraut=Kappes).

 

Verkehrsanbindung: L 546, eigene Bahnhaltestelle an der Strecke Neustadt-Winden-Wissembourg, Winden-Karlsruhe, Buslinie Kandel-Bad Bergzabern.

Adresse

Ortsgemeinde Kapsweyer

Viehstrichhof 1

76889 Kapsweyer

Telefon (0049) 6340508950

Homepage http://www.kapsweyer.de/

Anfahrt mit ÖPNV
  • Historischer Platz/Ortskern