• Schaidt - Westwall-Wanderweg Langtour

    Tour auf der Karte


    Allgemeine Informationen zur Tour

    • Aufstieg
      25 m
    • Abstieg
      25 m
    • Schwierigkeit
      mittel
    • Dauer
      4:42 h
    • Strecke in km
      17,3 km
    • Max. Höhe
      143 m
    • Minimale Höhe
      128 m

    Startpunkt der Tour
    Bahnhof Schaidt

    Zielpunkt der Tour
    Bahnhof Schaidt

    Anfahrt
    Ortsgemeinde Schaidt

    Weitere Infos/Links

    Da sich der Wald und die Natur selbst überlassen bleibt, können sich Tiere und Pflanzen ungestört entwickeln. Dies kann zeitweise zu Wegesperrungen führen. Alternative Routen werden ausgeschildert.

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    Öffentliche Verkehrsmittel

    Fahrplanauskunft

    Kurzbeschreibung


    Gehen Sie auf eine außergewöhnliche Spurensuche und verbinden Sie zeitgeschichtliche Information mit einem unvergesslichen Naturerlebnis auf dem Westwall-Wanderweg Schaidt: Erfahren Sie allerlei Wissenswertes über die historische Befestigungslinie zwischen Bienwald und der Grenze zum benachbarten Elsass und erleben Sie die idyllischen Brut- und Lebensräume selten gewordener Tiere und Pflanzen!

    Je nach Ausdauer und Zeit können Sie zwischen dem kleinen Rundwanderweg (ca. 8 km, Markierung: roter Punkt) und dem großen Rundwanderweg (ca.16 km, Markierung: weißer Punkt) wählen. Auf Ihrem Weg sehen Sie bemerkenswerte Relikte der Befestigungsanlagen, wassergefüllte Panzergräben, Höckerlinien, Schützenstände und Bunkerruinen, die mit ihren Hohlräumen als wertvolle Lebensräume für Wildkatzen, Fledermäuse, Eidechsen und anderes Höhlengetier dienen.

    Übersichtstafeln mit zahlreichen Bildern und umfassenden Informationen bereichern Ihren Streifzug durch die Geschichte


    Wegbeschreibung

    Sie folgen ab dem Bahnhof Schaidt der weißen Scheibe über die Vollmersweilerer Strasse, durch die Ringgasse bis zum Waldrand. Hier biegen Sie rechts ab, verlassen den Ort und folgen dem Feldweg. Bald darauf erreichen Sie links einen Hügel, der die Reste des ehemaligen B-Werks „Kiefernwald“ beherbergt. Weiter geht es am Panzergraben vorbei. Über den „Mundatweg“, die frühere Grenze zwischen dem Kloster Weißenburg und dem Bistum Speyer, gelangt man zu den „Turkogräbern“, wo ebemfalls noch Spuren der früheren „Holzkohlemeilern“ zu sehen sind.

     Die Turkos waren Angehörige von Kolonialtruppen aus Nordafrika, die von den Franzosen im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 eingesetzt wurden. Fünf Turko-Soldaten erlagen in den ersten Kriegswochen in Schaidt ihren schweren Verletzungen und wurden hier im Bienwald beigesetzt. Sie folgen weiter dem Mundatweg, passieren einige Grenzsteine und erreichen die Reste eines Bunkers auf der Westwall-Bunkerlinie, auch Siegfriedslinie genannt. Kurz nach dem Bunker geht es rechts auf den Pfad und am Mundatgraben entlang. Sie passieren die Trichter des Westwall-Minengürtels und folgen weiter dem Fahrweg. Es geht über einen Asphaltweg auf den Heilbachpfad. Auf diesem schmalen, urigen Pfad geht es am Heilbach entlang bis zum Jakobshäuschen. Ab hier verläuft der Weg in einer von der forstwirtschaftlichen Nutzung ausgenommenen Naturwaldfläche. Der Wald und die Natur bleiben sich selbst überlassen. Tiere und Pflanzen können sich ungestört entwickeln. Dies kann zeitweise zu Wegesperrungen führen. Alternative Routen werden ausgeschildert. Hier besteht die Möglichkeit für eine Abkürzung. Dazu folgen Sie der Markierung "Roter Punkt"    bis zur Bismarckeiche. Ab dem „Jakobshäusschen“ folgt man der Markierung „Weißer Punkt“ über die „Oberwaldäcker-Allee“ und „Kapuzinerweg“ bis zum „Weißen Kreuz“, welches an eine Begebenheit aus dem Jahre 1838 erinnert. An diesem Ort wurde der Förster Johann Alwens von Wilderern überfallen, die ihn an einer Eiche aufhängen wollten. Als Dank für seine Freilassung schnitt er daraufhin ein Kreuz in die Rinde der Eiche. Sein Nachfolger errichtete aus dem Stamm 1846 das Weiße Kreuz.

    Sie folgen dem Forstweg und wenden sich an der Kreuzung nach links. Nach wenigen Minuten führ ein Pfad entlang des Aschbaches durch ein ganz stilles Kernstück des Bienwaldes mit herrlichen Baumbeständen.

    Nach ca. 2 km kommt man zur Hirschbrunnen-Hütte mit idealer Rast- und Ausruhmöglichkeit. Weiter geht es auf der „Lauterburger Straße“ ca. 3 km in nördlicher Richtung zur „Sausteg-Allee“, die in westlicher Richtung zum idyllisch gelegenen „Sausteg-Weiher“ führt. An der nächsten Kreuzung bietet sich ein Abstecher zur ca. 350 Jahre alten Bismarckeiche an. Sie folgen jedoch der Markierung nach rechts in die Schlagallee, die entlang der ehemaligen Hauptkampflinie an den Überresten eines weiteren Bunkers vorbeiführt. Sie bleiben auf dem Fahrweg, passieren den Ein-Mann-Bunker und gelangen zur Bildeiche. Anfang des 19. Jahrhunderts schnitzte ein Auswanderer aus Schaidt als Bitte um Schutz für eine glückliche Überfahrt nach Amerika eine Pietà. Dieses Bild fand seinen Platz in einer hohlen Eiche, in der es über 150 Jahre lang stand. Nach dem Zerfall des Baumes wurde 1975 ein Eichenstamm mit Nische aufgestellt. Folgen Sie weiter der Markierung bis zum Sportgelände Schaidt, von wo Sie entlang des Grabens und über die Ringgasse zurück zum Bahnhof gelangen.

    • Kondition
    • Technik
    • Erlebniswert
    • Landschaft

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    ©Stefanie Schopfer

    : Pfalz Touristik e.V.

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