Die Weinlagen der Pfalz

Weinlagen an der Südlichen Weinstraße

Immer mehr Winzer geben auf dem Flaschenetikett nicht nur Lage und Jahrgang, sondern auch das Ausgangsgestein an, auf dem die Trauben gereift sind. Eine zusätzliche und tiefgründige Standort-Differenzierung, die vielen Weinliebhabern gefällt.

Genauer gefragt: Kann man den Boden und das Ausgangsstein im Wein tatsächlich schmecken? Um diese Frage beantworten zu können, muss man zunächst die genauen Bodenverhältnisse kennen. Diese unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe und ihres Wasserhaushaltes. Nach Untersuchungen von Wissenschaftlern mithilfe modernster Analytik, kam man zu einem klaren Ergebnis: Man kann den Boden im Wein tatsächlich schmecken!

Das Ausgangsgestein und die Weinlage sind somit elementar wichtiger Faktor für den Geschmack des Weines.

Großlage

Die Großlage charakterisiert die Herkunftsbezeichnung im Weinbau. Sie bezeichnet die Zusammenfassung mehrere Einzellagen des Weinanbaugebiets Pfalz (Deutsche Weinstrasse). Die Großlage ist im Durchschnitt ca. 600 ha groß. In der Pfalz gibt es 25 Großlagen.

Weine aus einer Großlage müssen nicht unbedingt von minderer Qualiät sein. Es kommt dabei immernoch auf die Qualität der Lage an, die einer Großlage angehört. Eine gute und bekannte Einzellage (ca. 5 ha groß) lässt sich natürlich speziell vermarkten und entsprechend ausbauen.


Einzellage

Die Einzellage ist im Gegensatz zur Großlage eine gern gesehene Angabe auf dem Weinetikett. Sie bezeichnet bestimmte Rebflächen (min. 5 ha groß). Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regeln. In der Pfalz gibt es 375 Einzellagen. Ohne Lagenbezeichnung sind viele Begriffe in der Weinwelt austauschbar. Die Lagenbezeichnung, somit der typische Charakter des Weins, bringt das Terroir mit sich. Das Terroir bezeichnet in diesem Fall: den Boden, die Sonneneinstrahlung und weitere biologische Umstände einer Einzellage.